Religion und Einschlagstrichter, Zusammenbruch und Tanz

Kommentierte Lesung aus Karl Barths Römerbriefkommentar mit Musik aus den 20er-Jahren mit Klavier und Wein

1919 erschien die erste Auflage eines epochemachenden Buchs: expressionistisch in der Sprache, kontrovers im Gehalt, gewaltig in der Wirkung. Karl Barth hat mit seinem radikalen theologisch-kritischen Denken den Geist seiner Zeit um den ersten Weltkrieg erfasst: Hin- und hergerissen zwischen Inferno und Taumel, Vernunft und Wahn, Zerstörung und Kreation, Lüge und Wahrheit. Dieses Gespür kostete ihn schließlich im Nationalsozialismus seine Professur und machte ihn später zu einer der bekanntesten Personen seiner Gegenwart – auch durch seine Äußerungen zu politischen Fragen. Vier Veranstaltungen nähern sich dem Phänomen Karl Barth zwischen radikal religiöser Sprache und Religionskritik, Sozialismus und Unpolitik und nicht zuletzt uns selbst und unserer Zeit.

Karl Barths Römerbriefkommentar ist ein Zeugnis der Zeit um den ersten Weltkrieg und ihrer Krisenstimmung: Gewaltig in der religiösen Sprache, Regeln brechend und kontrovers. Ein Dokument der Unvernunft oder Ausweg aus einer irrational gewordenen Kultur?
Der Abend versucht eine Annäherung als Inszenierung von Krise und Vernunft.

Mo 04.11.2019, 19.30 Uhr
ebw, Kath. Hochschulgemeinde, Friedrichstr. 2, 96047 Bamberg
5 ,- Euro an der Abendkasse, Schüler*innen und Student*innen frei

Referenten:
Lesung: Martin Neubauer
Kommentar: Dr. Katharina Eberlein-Braun
Musik: Marketa Schley Reindlova, Dekanatskantorin

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