abgesagt: Kriegsdenkmäler als Bedeutungsräume

Eine Einordnung des Kriegerdenkmals in Sankt Stephan in Bamberg

Was haben Kriegsdenkmäler in der Vergangenheit bedeutet? Welche Bedeutungen vermitteln sie heute? Der Vortrag nimmt diese Fragen als Ausgangspunkt, um sich einerseits mit der Geschichte von Kriegsdenkmälern zu beschäftigen und andererseits den Umgang mit den teils ungeliebten Denkmälern anzusprechen. Im Mittelpunkt steht ein Versuch der Einordnung des Kriegerdenkmals in Sankt Stephan – sowohl in einen größeren historischen Kontext wie auch in die Lokalgeschichte.
So verfolgt der Vortrag die Institutionalisierung der Kriegerdenkmäler als Orte der nationalen Selbstvergewisserung im Verlauf des 19. Jahrhunderts wie auch die anschließende sich radikalisierende Instrumentalisierung nach dem Ersten Weltkrieg und im Nationalsozialismus. Darüber hinaus wird die Gestaltung von Kriegerdenkmälern nach dem Zweiten Weltkrieg vorgestellt. Hierbei versteht der Vortrag Kriegerdenkmäler immer auch als vieldiskutierte Zeugnisse, deren Denkmalwert es zu unterschiedlichen Zeiten auszuhandeln galt. Ein Blick in den Stadtraum adressiert schließlich Bamberger Beispiele für Kriegerdenkmäler und verbindet das Kriegerdenkmal in Sankt Stephan mit regionalen wie überregionalen Bezügen.
In Kooperation mit der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Stephan, Bamberg und der Katholischen Erwachsenenbildung Bamberg

Mo 02.11.2020, 19.00 Uhr
ebw, Stephanshof, Stephansplatz 5, 96049 Bamberg
Eintritt frei, Spenden erbeten.
bei der Evangelischen Erwachsenenbildung unter info@eeb-bamberg.de ist erforderlich.

Referenten:
Sophie Stackmann, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Universität Bamberg

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